28.05.2025

Wolfgang Werler - Einer wie keiner erhält Sportpreis

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(©BILD: Jens Lohse)

Gemeinsam mit dem Stadtsportbund Gera e.V. hat die Stadt Gera am 28. Mai 2025 die herausragenden sportlichen Erfolge und Leistungen der Sportler:innen und das engagierte Sportehrenamt im Jahr 2024 gewürdigt. Besondere Gäste des festlichen Abends im Hofgut waren die Ehrenbürger Hans-Ullrich „Ulli“ Wegner, Olaf Ludwig und sein Langzeit-Rivale Dschamolidin Abduschaparow aus Usbekistan. 
Bei der traditionellen, jährlichen Sportehrung wurden aus 68 eingereichten Anträgen 31 Athlet:innen und Ehrenamtliche von einer unabhängigen Jury ausgewählt und durch die Stadtverwaltung und den Stadtsportbund ergänzt.
Die Auszeichnungen wurden moderiert durch Christian Müller vom MDR und überreicht durch Kurt Dannenberg (Präsident des Stadtsportbundes Gera e.V.) und Sandra Wanzar (Dezernentin für Jugend, Soziales und Kultur).
Verliehen wurden neben den Geraer Ehrennadeln in Gold, Silber und Bronze auch verschiedene Sportpreise und Sonderpreise für besondere Leistungen.


Einen davon durfte die Wohngenossenschaft „Neuer Weg“ eG als Sponsor an Wolfgang Werler, Präsident des SV Roschütz e.V., für seinen unermüdlichen Einsatz für seinen Verein, in der Kategorie „Nie sich aufgeben“ überreichen.
Die Leistungen des Preisträgers sind ein inspirierendes Beispiel dafür, wie man mit unermüdlichem Engagement, mit Zielstrebigkeit, gegenseitiger Unterstützung und Durchhaltevermögen Großes erreichen kann.

Wolfgang Werlers (Jahrgang 1951) Leben ist eng mit dem Sport in Gera verknüpft.
Als 17-Jähriger entdeckte er den Fußball für sich und spielte bei „Kraftverkehr“ Gera. Als er 1975 zur Armee nach Mühlhausen eingezogen wurde, spielte er kurzzeitig für die dortige Mannschaft, um nach seiner Rückkehr nach Gera weiter für den ASG Vorwärts Gera zu spielen. Vor der Wende arbeitete er als Objektleiter der „Turnhalle der Freundschaft“. 1989 floh er über Ungarn in die BRD und baute sich im bayrischen Wunsiedel ein neues Leben auf.
1993 kehrte er nach Gera zurück, begann als Trainer beim TSV Leumnitz und absolvierte gleichzeitig den Lehrgang zum Erhalt der C-Lizenz. Später legte er die Ausbildung zum B-Trainer ab.

2004 wechselte er als Trainer zum SV Roschütz und verantwortete die Geschäftsführung. Seit 2006 ist er Präsident des Vereines. Um eine drohende Schließung abzuwenden, übernahm der SV Roschütz unter Wolfgangs
Führung die Bewirtschaftung des Sportplatzes an der Thüringer Straße – damit verknüpft der Neubau des Vereinshauses. Auch ein Einbruch in die Geschäftsräume seines Vereines 2024 erschütterten sein Engagement und seine Motivation nicht. Gesundheitliche Einschränkungen wirken sich nicht auf seine Vorstandstätigkeit aus.
Wenn es sein muss, wird das Krankenhaus-Bett zum Büro umfunktioniert. Das ist kein Grund für ihn, Aufgaben unerledigt zu lassen.

Wer Wolfgang kennt weiß, dass er seinen Ehrgeiz auch von anderen erwartet. Dafür steht er direkt und unverblümt ein. Das Wort „nein“ kommt in seinem Wortschatz nicht vor, und das erwartet er auch von seinen Partnern, die es deswegen nicht immer leicht mit ihm haben. Es gibt keinen, der jemals Wolfgang Werler „abgewimmelt“ hat. Wem es doch gelang, den besuchte er tags darauf wieder. Das haben viele seiner Vereinsmitglieder kennengelernt, aber auch höchste Vertreter von Gremien der Stadt und Sportverbände.


Und alle wissen: Wolfgang gibt nie auf, und sich erst recht nicht.
Quelle: Stadtsportbund Gera e.V.